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• Radiowellen

• Restless Legs

• Risiken

• Rosskastanie

 

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• Radiowellen

 

Radiowellen sind hochfrequente Wellen, die die Spitze eines Katheters erhitzen können. Zur Behandlung von Krampfadern werden Radiowellen als VNUS Closure® Verfahren eingesetzt. An der Spitze eines Katheters können fünf Drähte ausgefahren werden, an deren Ende sich kleine Kugeln befinden. Diese Kugeln werden in der Vene mit Hilfe der Radiowellen auf 95 Grad erhitzt. Das führt zu einer Schrumpfung der Venenwand, so dass die Vene sich komplett zusammenzieht. Da die Hitze gleichzeitig die feine Innenhaut der Vene verbrennt, verkleben die so aneinander liegenden Venenwände in den nächsten Tagen bis Wochen nach der Behandlung und die Vene verschließt sich endgültig. Im Laufe der Jahre wandelt der Körper das Venenmaterial, was er nun nicht mehr brauchen kann, in Bindegewebe um.

 

Im Gegensatz zur „normalen“ Stripping-OP wird die erkrankte Vene also nicht entfernt, sondern verschlossen. Das hat den Vorteil, dass man auf den Leistenschnitt ganz verzichten kann und zur Einführung des Katheters auch nur einen winzigen Schnitt braucht. Man kann ihn sogar ganz ohne Schnitt mit einer dicken Nadel durch die Haut in die Vene stechen. Nach einer Radiowellenbehandlung sind die Patienten schneller wieder voll fit als nach einer Stripping-Operation, denn sie haben deutlich weniger Schmerzen. Zum einen weil auf den Leistenschnitt verzichtet werden kann und somit hier kein Bluterguss und keine Schwellung Probleme beim Gehen und Sitzen machen und zum anderen, weil es auch keine Blutergüsse entlang der behandelten Vene gibt, die zu Schmerzen führen können. Die Kosten für den Katheter machen die OP teurer als eine normale Stripping-Operation. Daher übernehmen gesetzliche Kassen die Kosten dieser OP normalerweise nicht. Die meisten Privatkassen erklären sich bereit, die Kosten zu übernehmen, wenn vorher ein Kostenvoranschlag eingereicht wird. Vorher, nicht nachher! Wie es sich im Einzelfall verhält, lässt sich im Gespräch mit dem Sachbearbeiter klären. Die Langzeiterfolge dieser OP sind nach den bisher vorliegenden Studienergebnissen mindestens ebenso gut wie nach Stripping-OP. Die meisten Studienleiter solcher Untersuchungen erkennen sogar Vorteile. Weitere Informationen dazu gibt es z.B. unter www.vnus.com.

 

 

• Restless Legs

 

Diese unruhigen Beine gehören nicht zu den Venenproblemen. Beim Restless Legs Syndrom handelt es sich um ein eigenes Krankheitsbild. Alle Informationen zu unruhigen Beinen im Zusammenhang mit Venenproblemen finden Sie unter „müde Beine“.

 

 

• Risiken

 

Gemeint sind hier die Dinge, die für Patienten mit einer Venenschwäche oder einer Venenerkrankung zum Problem werden können. Zu den Risiken für die Entstehung von Krampfadern schauen Sie bitte unter „Veranlagung“.

 

In welchen Situationen müssen Patienten mit Venenproblemen aufpassen?

Fast jeder weiß, dass er auf einem Langstreckenflug gefährdet ist, aber es gibt weit mehr Situationen, in denen es zu Komplikationen kommen kann.

Da es kaum möglich ist, alle Situationen aufzuzählen, ist es am besten, wenn Sie verstehen, wann aus einer normalen Situation eine Risikosituation wird. Es geht vor allem um drei Dinge:

- Immer wenn Blut zu langsam fließt oder gar steht.

- Immer wenn Blut zu dick ist.

- Wenn die Hormone aus dem Takt kommen.

 

Schauen wir sie nacheinander an.

 

• Risiko Nr. 1: Immer wenn Blut zu langsam fließt oder gar steht.

Das passiert z.B. beim Langstreckenflug. Aber was ist ein Langstreckenflug? Wo fängt er an? Wenn Sie mit dem Auto in der Früh um 5.00 Uhr losfahren, damit Sie um 8.00 Uhr am Flughafen einchecken können, dort 45 Minuten in der Warteschlange stehen, um dann weitere 2 Stunden in dem zu kleinen Warteraum zu stehen oder zu sitzen bis sie endlich einsteigen dürfen, dann haben Sie an diesem Tag schon rund 6 Stunden im Stehen und Sitzen zugebracht, vor lauter Aufregung geschwitzt und viel weniger getrunken als sonst. Da braucht der Flug nicht mal eine Stunde zu dauern, um sie in eine Risikosituation zu bringen.

Jetzt wird Ihnen vielleicht auch klar, warum der Stau auf der Fahrt in den Süden eine Risikosituation ist. Aussteigen geht nicht, Klimaanlage hat nicht jeder und sie geht auch nicht immer und zu alledem ist die Cola auch schon lange leer. Ähnliche Situationen sind die Busreise nach Venedig, die Stadtrundfahrt in Kairo, ein heißer Abend in der Arena von Verona usw.

 

Risiko Nr. 2: Immer wenn Blut zu dick ist.

Wenn Sie zu wenig trinken, wird das Blut dick. Das kann z.B. bei einer Bergtour passieren, weil sie nicht viel zu trinken dabei haben und noch dazu die ganze Zeit schwitzen. Das passiert aber auch regelmäßig im Flugzeug, denn hier ist die Luft viel trockener als wir es gewohnt sind und wir merken es noch nicht einmal. Ganz gefährlich ist aber auch eine Grippe, bei der sie tagelang Fieber haben und zu wenig trinken. Ähnlich geht es Ihnen bei einem Magen-Darm-Infekt, wenn Sie nur wenig essen und trinken können, aber auch ein wenig Fieber haben. Dass man viel Blut verliert, ohne es zu merken, ist unwahrscheinlich. Davor braucht man normalerweise keine Angst zu haben. Wichtig ist, dass Sie selbst auf die Kombination wenig Flüssigkeitszufuhr bei gleichzeitig hohem Verbrauch achten. Der hohe Verbrauch kann z.B. durch Fieber verursacht sein, aber auch z.B. durch schwitzen. Ungewohnte, stark anstrengende sportliche Tätigkeiten sind zudem von Haus aus mit einer etwas erhöhten Thrombosegefahr verbunden.

 

• Risiko Nr. 3: Wenn die Hormone aus dem Takt kommen.

Das ist z.B. in der Schwangerschaft der Fall, aber auch wenn Sie die Pille nehmen. Vermutlich ist jeder Eingriff in das Zusammenspiel der eigenen Hormone mit einer gewissen Thrombosegefahr verbunden. Für bestimmte Situationen ist das eindeutig nachgewiesen. Die größte Gefahr scheint von den weiblichen Hormonen auszugehen, den so genannten Östrogenen. Von Verhütungsmitteln mit hohem Östrogengehalt muss man daher abraten, wenn schon mal eine Thrombose aufgetreten ist. Niedrig dosierte Östrogenpräparate haben ein geringeres Risiko, aber Null ist es wahrscheinlich auch nicht. Zu diesen niedrig dosierten Präparaten gehören moderne Verhütungspillen oder auch der NUVA-Ring. Auch bei Pillen, die keine Östrogene, sondern nur Gestagene (an sich männliche Hormone, die aber Frauen auch haben) enthalten, geht man davon aus, dass das Risiko sehr gering ist. Wer allerdings nach einer Thrombose ganz auf Hormone zur Verhütung verzichten möchte, wird sich mit den Themen Spirale, Kondom, Pessar, Schaumovula, Temperaturmessung etc. auseinandersetzen müssen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Wissensstand auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren weiter verbessern wird, denn es werden laufend neue Studien durchgeführt.

 

 

• Rosskastanie

 

Dieser Wirkstoff ist in vielen Venentabletten enthalten, siehe dazu Medikamente.

 

 

 

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