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 Heparinspritzen

 

werden auch Bauchspritzen genannt. Sie enthalten ein Heparin, also einen Wirkstoff, der unter die Haut gespritzt wird und die Gerinnung beeinflusst. Wenn man Heparin spritzt (so genannt "unter Heparin") wird die Gerinnung in den Adern so verändert, dass sich in den Gefäßen praktisch kaum noch Gerinnsel bilden können.

- Heparinspritzen werden bei Operation und Bettlägrigkeit eingesetzt, um dem Thromboserisiko entgegen zu wirken, das in diesen Situationen besteht.

- Heparinspritzen werden bei Thrombose eingesetzt, damit das vorhandene Gerinnsel nicht weiter wächst.

- Heparinspritzen werden auch bei großen Venenentzündungen eingesetzt, damit die Entzündung nicht in die Tiefe weiter wächst.  

Heparin kann keine Gerinnsel auflösen, das macht der Körper selber. Die Gerinnungshemmung mit einem Heparin (es gibt unterschiedliche) ist die wichtigste Sofortmaßnahme bei Thrombose, um das Risiko einer Lungenembolie zu reduzieren. 

 

 

• Hormone wie die Pille

 

Hormone sind kleine Teufel. Sie sind in der Lage aus einem Menschen eine komplett andere Person zu machen. Männer erleben so Etwas nur selten, Frauen relativ oft. Solche Erfahrungen können sich z.B. so anfühlen: Die Pille, die eigentlich nur die Empfängnis verhüten soll, macht lustlos, pickelig und depressiv. Die Östrogene, die den Knochen stärken sollen, bringen jeden Monat ein Kilo mehr auf die Waage, die Haut wird so prall wie bei einem Michelin-Männchen und „Frau“ erkennt sich selbst nicht mehr. Und wer dann zum Arzt geht, stößt nicht selten auf befremdliche Reaktionen, um es mal gelinde auszudrücken. Worauf ich hinaus will: Die Tragweite einer Behandlung mit Hormonen wird meines Erachtens oft unterschätzt. Meine Bitte an Sie: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich nicht gut fühlen, dann vertrauen Sie bitte Ihrem Gefühl und nicht der Beipackungsbeilage und auch nicht dem Urteil Ihres Arztes, der ja nicht in Ihrer Haut steckt. Auch wenn Ihre Beschwerden nicht in den Unterlagen zu Ihrer Pille vorkommen, haben Sie wahrscheinlich Recht. Im Rahmen einer Studie allerdings - und darauf basieren alle Unterlagen - würden Ihre Beschwerden möglicherweise unter die statistische Nachweisgrenze fallen. Und noch etwas kann passieren: Wenn die Hälfte der Probanden ein Kilo zunimmt und die andere Hälfte ein Kilo abnimmt, dann ergibt sich daraus statistisch gesehen, dass es nicht zu Gewichtsschwankungen kommt. Rechnerisch ist das richtig, für den Betroffenen ist es falsch. Und derjenige, der 6 Kilo zunimmt, wird als „Ausreißer“ sowieso von der Statistik „rausgerechnet“. Am Hüftumfang des Betroffenen ändert das natürlich nichts.

 

Es ist also völlig egal, welche Veränderung Sie spüren, vertrauen Sie Ihrem Körper. Und wenn er Ihnen sagt oder zeigt, dass ihm diese Pille nicht gut tut, dann setzen Sie sie ab! Die meist empfohlene Geduld von rund 3 Monaten Gewöhnungsphase halte ich persönlich für viel zu lang. Ich bin bereit, mich von gegenteiligen Erfahrungsberichten überzeugen zu lassen, aber meiner Erfahrung nach hat eine Pille, die nach 4 Wochen nicht gepasst hat, nach 3 Monaten kein bisschen besser gepasst.

 

Veränderungen, mit denen der Körper sich zu Wort meldet, können sein (nur Beispiele, keine vollständige Aufzählung!)

- Öfter / früher am Tag als bisher

- schwere Beine

- unruhige Waden

- Spannungsgefühl in den Waden

- Schwellneigung an den Füßen, Knöcheln und/oder Waden

- Sockenrand und Schuhriemchen machen Abdrücke

- Schuhe werden zu eng

- Besenreiser treten erstmals oder verstärkt auf

- Venenentzündung

- schlimmstenfalls Thrombose.

 

• Was kann man tun?

 

Davon ausgehend, dass Sie die Hormone nehmen, weil Sie sie brauchen, muss man einen Weg finden, der zu Ihren Problemen und Ihren Beinen passt. Wenn Sie die Hormone wegen der Verhütung nehmen, kann man darüber nachdenken, andere Hormone zu wählen. Selbst auf Pillen mit fast identischem Inhalt können Sie sehr unterschiedlich reagieren. Es lohnt sich, mehrere Präparate zu probieren, um dann dasjenige zu finden, mit dem sie z.B. die nächsten Jahrzehnte gut auskommen. Wenn ähnliche Präparate nicht die Lösung bringen, kann man auf andere Substanzgruppen ausweichen, z.B. auf Minipillen anstelle er meist verordneten Zwei-Phasen-Präparate. Falls Sie keine Pille finden, die zu Ihnen passt, kommen andere Verhütungsmethoden in Frage, die Spirale z.B. oder die Hormonspirale, der Nuva-Ring oder Kondome.

 

Ähnliches gilt, wenn Sie die Hormone wegen der Wechseljahre nehmen. Auch hier gibt es eine große Anzahl von Präparaten, die Sie in Ruhe probieren können und für den Fall, dass Sie nicht fündig werden, kommen hier z.B. pflanzliche Alternativen in Frage.

 

WICHTIG: Geben Sie nicht zu früh auf. Nur Sie können spüren, was die Hormone in Ihrem Körper verändern und ob sie Ihnen das bringen, was Sie sich erhoffen.

 

 

 

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