Besenreiser

Besenreiser dunkelviolett
Kleiner, dunkler Besenreiser

 

 

Wenn auch Sie sich über Ihre Besenreiser ärgern und gern wüssten, was man dagegen tun kann, sind Sie hier richtig.

 

Gegen Besenreiser wird eine Menge angeboten. Möglicherweise suchen Sie nach einer der viel beworbenen Wundermethoden, die alle gar nicht weh tun, sofort helfen und die Besenreiser auf immer zum Verschwinden bringen. Da muss ich Sie enttäuschen. Meiner Erfahrung nach entpuppen sich diese Methoden als Enttäuschung. Von mir werden Sie solche Versprechungen nicht hören. Ich habe mich für die Methode mit den besten Ergebnissen entschieden: die klassische Verödung. Warum, das lässt sich am besten im persönlichen Gespräch erläutern. Die folgenden Erläuterungen soll Ihnen aber einen vorläufigen Einblick geben.

 

Sie glauben: Verödung? Das klappt bei mir nicht!

Ich höre oft: Bisher hat bei mir nichts geholfen. Warum sollte das veröden jetzt klappen?

Wenn ich diese Frage höre und Ihre Beine sehe bzw. Sie mir erzählen, was bisher gemacht wurde, kann ich sie gern beantworten. Vorab dazu ein paar Anhaltspunkte:

• Verödung von Besenreisern setzt voraus, dass man die winzigen Venen beim punktieren auch wirklich trifft, um die Verödungsflüssigkeit in die Vene spritzen zu können.

• Die Reaktion des Körpers auf die erste Einspritzung der alkoholischen Lösung reicht fast nie, um das Gefäß zu verschließen. Man muss wiederholt einspritzen, an mehreren Tagen.

• Der Abstand zwischen zwei Injektionen muss so gewählt werden, dass die Verödungsreaktionen sich ideal addieren – nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ohne Kompression läuft die Reaktion nicht optimal ab. Sie brauchen tagsüber Strümpfe.

• Die Reaktion des Körpers fällt immer unterschiedlich aus, man muss die Behandlung flexibel anpassen.

• Ganz wichtig ist eine Abschlusskontrolle, um sicher zu gehen, dass der Körper so arbeitet, wie man ihn einschätzt. Sonst braucht er Hilfe.

 

 

 

Wichtig für Sie

Je eher Sie mit der Behandlung anfangen, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit dem Erfolg zufrieden sein werden.

Vor der Behandlung werden wir Ihre persönlichen Chancen und Risiken besprechen.

Und bevor es losgeht, werde ich Ihnen sagen, wie oft Sie voraussichtlich kommen müssen und was es kosten wird.

 

 

Wichtig zu wissen

•          Während der Behandlung brauchen Sie Kompressionsstrümpfe.

•        Während der Behandlung dürfen Sie bitte nicht in die Sauna oder ins Solarium gehen.

•      Während der Behandlung werden Sie "gefleckte" Beine haben, die man nicht wirklich vorzeigen kann.

 

Ihr Zeitaufwand

•        Eine Behandlung besteht aus mehreren Terminen, meist 4 bis 6, die im Abstand von 2 bis 7 Tagen erfolgen sollten.

•          Pausen von mehr als 7 Tagen sind ungünstig.

•       Einmalige Behandlungen führen in der Regel nicht zu dem Erfolg, den Sie sich wünschen. Um diesen vorprogrammierten Frust zu vermeiden, lehne ich einmalige Behandlungen ab.

 

 

Zur Verödung gibt es viele Fragen. Die drei wichtigsten Fragen vorweg

 

 

• Welche Krampfadern kann man veröden?

 

Viele, aber mit flüssigem Verödungsmittel ich veröde nur „die blauen und die grünen“, medizinisch gesehen die Besenreiser und die retikulären Varizen. Blau oder violett sind die Besenreiser in der allerobersten Hautschicht, die von der Form her an Bäume im Winter oder schwammartige Geflechte erinnern. Solche Äderchen hat man auch im Gesicht, z.B. an der Nase, dort nennt man es Cuperose. Retikuläre Varizen sind dagegen mehr grünlich-blau und ziehen als Netze unter der Oberhaut entlang (Rete ist lateinisch für Netz, retikulär heißt also netzartig). Sie sind nicht geschlängelt, stören aber oft einfach wegen der Farbe.

 

• Wann kann man Besenreiser veröden?

 

Im Prinzip kann man immer veröden. Nur müssen Sie während der Behandlung etwa 4 Wochen Kompressionsstrümpfe tragen. Wenn Sie das im Sommer tun möchten, kann man auch im Sommer veröden. Meist wird zwischen 1. Oktober und 1. Mai verödet.

 

• Tut veröden nicht schrecklich weh?

 

Auch das höre ich oft und die Antwort ist: normalerweise nicht. Zugegeben, es piekst ein wenig, aber das war´s dann auch schon. Das Spritzen der Flüssigkeit tut normalerweise nicht weh. Eine wichtige Ausnahme sollten Sie allerdings bedenken: An Tagen, an denen Sie unter Strom stehen und vielleicht erschwerend noch Hormonumstellungen hinzukommen, kann es mehr weh tun. Diese uns allen wohlbekannte Situation lässt sich nicht immer vermeiden, darum sollten wir darüber sprechen, wenn es so weit ist.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Stichpunkten weiter unten auf dieser Seite:

 

• Besenreiser: Was ist das überhaupt, außer dass es lästig und unschön ist?

• Sind Besenreiser ein rein kosmetisches Problem?

• Kann man Besenreisern vorbeugen?

• Besenreiser behandeln

 Besenreiser veröden

 Laser gegen Besenreiser

• Was kostet veröden und was lasern?

• Mein Tipp

• Vorsicht

• Komplikationen

• Überschießende Verödungsreaktion

• Wer darf nicht verödet werden?

• Worauf ist noch zu achten?

 

 

• Besenreiser: Was ist das überhaupt, außer dass es lästig und unschön ist?

 

Es handelt sich um erweiterte venöse Endäste. Man kann nicht wirklich sagen, wieso es dazu kommt. Wahrscheinlich gibt es verschiedene Entstehungsmöglichkeiten.

Zum einen entstehen sie ohne erkennbaren Grund, also so genannt veranlagungsbedingt.

Zum anderen haben viele Frauen mit Besenreisern auch erweiterte tiefe Venen (nicht Krampfadern), es könnte also sein, dass hier ein ursächlicher Zusammenhang besteht im Sinne einer Stauung.

Besenreiser entstehen manchmal am Rande von Krampfadern, so dass man sich auch hier eine Stauung als Ursache vorstellen könnte.

Und schließlich entstehen Besenreiser manchmal im Bereich von Narben. Hier meint man am deutlichsten zu erkennen, dass der behinderte Abfluss, also auch eine Stauung, die Ursache ist.

 

• Sind Besenreiser ein rein kosmetisches Problem?

 

Aus Sicht der Krankenkassen auf jeden Fall. Aus meiner Perspektive stellt es sich ein wenig anders dar. Wegen des oben beschriebenen Zusammenhanges zwischen dem Auftreten von Besenreisern und dem Auftreten von erweiterten tiefen Venen, sollte man nach meinem Dafürhalten Besenreiser immer zum Anlass nehmen, die tiefen Venen zu untersuchen. Erweiterte tiefe Venen können zum Problem werden, darüber muss man sprechen und möglichst frühzeitig gegensteuern. Außerdem haben mir betroffene Frauen immer wieder über die gleichen Schmerzen berichtet, ohne dass sie von einander wussten oder ihre Geschichten kannten. Ich gehe daher mittlerweile davon aus, dass es bei Besenreisern insbesondere am Oberschenkel zu Beschwerden kommen kann, die meist als Brennen an der Rückseite des Oberschenkels oder auch an der Außenseite beschrieben werden. Dieses Brennen tritt vor allem bei längerem Sitzen auf und lässt sich meist mit Kompressionsstrümpfen effektiv behandeln. Auch die Verödung der Besenreiser bessert die Situation.

 

• Kann man Besenreisern vorbeugen?

 

Nicht wirklich. Es gibt bestimmte Dinge, die man tunlichst nicht oder nicht oft tun sollte. Wie effektiv solche Vorsichtsmaßnahmen wirklich sind, vermag aber keiner zu sagen. Die Empfehlungen lauten: Nicht oder allenfalls selten in die Sauna, keine extreme Sonnenexposition, nicht lange stehen oder sitzen, keinen Sport treiben, bei dem die Bauchpresse stark eingesetzt wird. Manche warnen sogar vor Tennis, Surfen u.Ä. und immer wieder wird berichtet, dass Besenreiser im zeitlichen Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder einer Hormontherapie vermehrt aufgetreten sind.

 

Mir stellt sich bei so vielen Warnhinweisen immer die Frage: Und wo bleibt das Leben? Es wird hoffentlich keiner wegen Besenreisern auf ein Kind oder die Behandlung seiner Wechseljahresbeschwerden verzichten. Allerdings sollten Krampfadern bei der Wahl des Präparates berücksichtigt werden. Auch tägliches Tragen von Kompressionsstrümpfen soll die Entstehung von Besenreisern vermeiden helfen. Das hat zwar nie jemand bewiesen, aber es klingt so logisch.

 

Der wesentliche Grund für die Besenreiser ist nun mal die Veranlagung und dagegen kann man nicht vorbeugen.

 

Mein persönliches Vorgehen: So viel wegmachen lassen wie wirklich stört und so vernünftig leben, dass das Leben Spaß macht.

 

• Besenreiser behandeln

 

Besenreiser lassen sich erfolgreich behandeln. Dazu stehen vor allem zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Verödung und Laser.

 

• Besenreiser veröden

 

In die Vene wird eine alkoholische Lösung eingespritzt. Das führt zu einer Entzündung der Venenwand. Die Vene verklebt und ist nicht mehr sichtbar. So simpel das klingt, es ist alles andere als einfach. Das beginnt schon damit, dass der Arzt die Minivenen treffen muss und dazu bedarf es viel Übung. Dann ist die Reaktion auf das Mittel individuell verschieden, sodass es sein kann, dass die Entzündung nicht stark genug ist, um die Vene zu verschließen - dann war die ganze Mühe umsonst - oder sie fällt zu stark aus und es kommt zur Narbenbildung. Das ist auch nicht wünschenswert. Fazit: Verödung gehört in die Hand des Geübten und auch dann sollte man nicht davon ausgehen, dass alle Äderchen weggehen, aber in der Regel etwa zwei Drittel, mit etwas Glück auch ein wenig mehr.

 

Der Ablauf einer Behandlung sieht folgendermaßen aus: Zunächst klären wir gemeinsam, ob es Sinn macht, Ihre Besenreiser zu veröden oder ob es gute Gründe gibt, die dagegen sprechen. Dann erläutere ich Ihnen, wie die Behandlung abläuft, was Sie in Ihrem Fall erwarten dürfen und welche Risiken bei Ihnen bestehen. Mit Ihrer Einverständniserklärung bestätigen Sie, dass Sie alles verstanden haben und keine Fragen mehr offen sind. Wir legen dann die Termine fest, wobei zwei bis drei Verödungen in der Woche möglich sind. Zwischen zwei Behandlungen sollten nicht mehr als 7 Tage liegen. Sie brauchen Kompressionsstrümpfe Klasse II vom ersten Behandlungstag bis etwa 1 Woche nach der letzten Behandlung. Eine Abschlusskontrolle 14 Tage nach der letzten Behandlung ist unbedingt zu empfehlen. Bitte wählen Sie selbst einen Behandlungszeitraum, zu dem Sie gewillt sind, Ihre Strümpfe zu tragen und - wegen der blauen Flecken - Ihre Beine nicht vorzeigen wollen.

 

• Laser gegen Besenreiser

 

Der Einsatz der Laserenergie führt zu einer punktförmigen Verschweißung der Vene durch hohe Hitzeentwicklung in der Tiefe des Gewebes. Je größer die Vene ist, um so mehr Energie wird benötigt und um so eher misslingt das Vorhaben. Auch werden in Abhängigkeit von der Ausdehnung der Äderchen unter Umständen viele lange Sitzungen benötigt, was schnell ins Geld geht. Die Erwartungen an den Laser haben sich meiner Erfahrung nach am Bein nicht erfüllt, wohl aber im Gesicht. Da heißen die Besenreiser Cuperose. Am Bein empfiehlt sich aus meiner Erfahrung eine Verödung. Die Behandlung darf von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden. Lassen Sie sich also auf jeden Fall vorher sagen, wie oft Sie kommen müssen und was das Ganze kosten wird.

 

• Vorsicht: Sie werden im Internet zahlreiche Anbieter von Laserbehandlungen finden, die alles Mögliche versprechen. Außerdem habe ich schon Cremes und andere Wundermittel gefunden. Meine Behandlungversuche (an mir) waren allesamt nicht erfolgreich.

 

 

• Was kostet veröden und was lasern?

 

Die Kosten für´s Veröden liegen meiner Erfahrung nach in ländlichen Gebieten bei gut 50 Euro pro Sitzung, in Großstädten werden auch 150 Euro oder mehr genommen. Je nach Ausdehnung sind meist 4 bis 10 Sitzungen erforderlich, es können aber auch mehr sein. Behandlungen mit nur einer Sitzung sind meiner Erfahrung nach eher nicht sinnvoll.

 

Beim Laser ist die Schwankungsbreite der Preise noch größer. Man muss vor allem sehr genau erfragen, auf was sich der Preis bezieht. „Ein Schuss“ kann sehr preiswert klingen und dennoch bei der Abrechnung zu einer bösen Überraschung führen.

 

 

• Mein Tipp

 

Bei der ersten Untersuchung sollten Sie zusammen mit dem Arzt herausarbeiten, ob Handlungsbedarf besteht. Im Anschluss daran sollte der Arzt eine konkrete Empfehlung zu den Möglichkeiten geben und auch klar sagen, wie hoch die Kosten und der Zeitaufwand sind. Dabei sollten möglichst der Einzelpreis je Sitzung und der Gesamtpreis angegeben bzw. erfragt werden. Wenn dazu keine konkreten Angaben gemacht werden (können), würde mir persönlich die Grundlage für eine Einwilligung fehlen.

 

 

• Vorsicht

 

Während einer Verödungsbehandlung sehen die Beine schrecklich aus. Sicher nichts, um damit schwimmen zu gehen, jedenfalls ohne auf die Beine angesprochen zu werden. Erst etwa 14 Tage nach der letzten Behandlung werden die Beine dann so, wie sie sein sollten.

 

 

• Komplikationen

 

Ja, auch beim Veröden können Komplikationen auftreten. Und nachdem es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, sollte man sich besonders intensiv mit den möglichen Gefahren bzw. unerwünschten Folgen einer solchen Behandlung auseinandersetzen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Verödung. Bezüglich der Komplikationen bei einer Laserbehandlung befragen Sie bitte Ihren Therapeuten. Und lassen Sie sich immer Zeit zwischen der Aufklärung und der Einwilligung in den Eingriff. Selbst der Gesetzgeber sieht eine Frist von mindestens 24 Stunden zwischen Einwilligung und Eingriff vor.

 

 

• Überschießende Verödungsreaktion

 

Jeder Mensch reagiert anders auf den Alkohol, der bei einer Verödung in die Vene gespritzt wird. Hellhäutige und rothaarige Menschen reagieren oft heftiger, aber das ist nur ein Kriterium, das man erkennen kann. Das Ausmaß der Reaktion auf eine Verödung kann man jedenfalls nicht genau vorhersagen. Eine überschießende Verödungsreaktion bedeutet, dass es zu einer sehr starken Rötung und Entzündung kommt. Von dieser Entzündung ist dann nicht nur die Vene betroffen - was man sich wünschen würde - sondern auch das umliegende Gewebe. Diese Entzündung der Umgebung heilt eigentlich immer ab, fragt sich nur „wie und wann“. Wenn das Gewebe die Entzündung wieder zur Ruhe bringen kann, wird man später nichts mehr davon sehen, dann war es „nur“ eine Zeit lang unangenehm schmerzhaft. Es kann aber auch passieren, dass das Gewebe durch die Entzündung kaputt geht. Dann kommt es zu einer Narbe, evtl. in Verbindung mit einem kleinen Loch oder einem Flecken, der auf Dauer weiß bleibt. Um überschießende Reaktionen zu vermeiden, wählen die meisten Therapeuten zunächst eine Dosis, von der sie glauben, dass sie im sicheren Bereich ist. Möglicherweise ist dann das Verödungsergebnis nicht so ausgeprägt, wie es sein könnte. Das kann man bei der nächsten Behandlung ausgleichen. Trotz aller Vorsicht lassen sich Komplikationen nicht immer und nicht mit Sicherheit vermeiden.

 

 

• Wer darf nicht verödet werden?

 

Trockene Alkoholiker, denn immerhin wird ein Alkohol direkt in die Venen gespritzt. Nicht viel, nein, so wenig, dass Sie weder in Ihrer Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sind noch Ähnliches. Natürlich dürfen Sie auch Auto fahren, aber ein trockener Alkoholiker kann von diesem Winzlings-Schluck Alkohol rückfällig werden. Daher bitte in diesen Fällen keine Verödung.

Verödung führt zu einer Entzündung in der Vene und anschließend zum Gefäßverschluss. Das kann bei Menschen mit Durchblutungsstörungen problematisch sein. Ebenso bei Menschen mit Gerinnungsstörungen.

 

 

• Worauf ist noch zu achten?

 

Damit die Verödung gelingt, muss eine Entzündung die Vene verschließen. Diesen Prozess können Sie durch die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten empfindlich stören. Verzichten Sie also während der Verödung auf ASS, Diclofenac, Ibuprofen und ähnliche Stoffe.

 

 

 

Noch Fragen? Schreiben Sie an info@venen-hilfe.de.

 

 

 

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